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Wie wirtschaftlich ist eLearning? | daroDigital
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Digitales Lernen im Business

Lernen in der Pause - ein Traum für den Arbeitgeber?Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Sie sind verantwortlich für die Weiterbildung in Ihrem Unternehmen und benötigen sehr schnell ein Training z.B. für die Bedienung einer neu angeschafften Produktionsmaschine.

Die Herstellerfirma hat zwar ein zweitägiges Einführungsseminar für Ihre Mitarbeiter durchgeführt, allerdings ist die Maschine so komplex, dass Ihre Mitarbeiter schon nach einer Woche mehr als die Hälfte der Workshopinhalte vergessen haben.

Also googeln Sie und lesen erstmals von der Möglichkeit, konkret auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene eLearnings erstellen zu lassen.

Sie lassen verschiedene Anbieter einer solchen Dienstleistung in Ihrer Firma vor einem ausgewählten Entscheiderkreis präsentieren und hören Schlagworte wie “Digital Natives”, “Learning Nuggets”, “Mobile Learning”, “Lernplattformen”, “SCORM kompatible Lerneinheiten”, “Erklärvideos” und noch viel mehr.

Hinzu kommt, dass Ihnen Preise von 6.000 – 20.000 Euro für die Entwicklung einer Unterrichtsstunde genannt werden. Also nehmen Sie irgendetwas in der Mitte, so bei 12.000 Euro und hoffen das Beste.

Ich will die Branche der eLearning Hersteller und  Multimedia Dienstleister wahrlich nicht verteufeln – schließlich arbeite ich seit mehr als 15 Jahren in diesem Bereich – aber mit der Erstellung einer digitalen Ausbildung, und sei sie technisch noch so gut gemacht, ist es nicht getan.

Die Branche erlebte Anfang des Millenniums einen unwahrscheinlichen Hype.

Wer damals auf die Learntec  in Karlsruhe ging – einer Messe, die sich nahezu ausschließlich mit technischen Aspekten der Aus- und Weiterbildung beschäftigt-, wurde von Lösungen für Probleme, von deren Existenz viele Entscheider nicht einmal geahnt hatten, überrollt.

Junge Leute wollen, so wurde behauptet, nicht mehr mit “Frontalunterricht” konfrontiert werden, sie verlangen nach moderner Ausbildungstechnologie.

Alles konnte angeblich viel schneller, attraktiver, effektiver und damit im Endeffekt kostengünstiger mit eLearning erlernt werden.eLearning Beispiel

Zum Beispiel das ideale Verkaufsgespräch, das professionelle Führungsverhalten, die Bedienung von Geräten oder der Gebrauch von Vorschriften.

Der Kapitalfehler der Multimediabranche  war damals, zu behaupten, alles sei viel besser, effektiver, nachhaltiger und kostengünstiger mit digitalen Medien zu lehren und lernen als mit konventionellen Methoden.

Dem großen Hype damals folgte recht rasch die Ernüchterung, bzw. der Kater bei den Unternehmen, die auf die Argumente reingefallen sind und Unsummen für nicht akzeptierte oder funktionierende Weiterbildungen ausgegeben haben.

Digitale Ausbildungsmittelsind nicht per se attraktiv, sie haben keine eingebaute Wirtschaftlichkeit und rufen nicht automatisch Begeisterungsstürme bei den Lernenden hervor.

Erwachsene im Beruf lernen in der Regel nicht auf Vorrat, sondern nur das, was sie gebrauchen können – und das muss schnell verfügbar sein.

Spielerisch Lerninhalte vermitteln, als sogenanntes “Game Based Learning” funktioniert nur, wenn damit aktuell anstehende Probleme gelöst werden können.

Ein Training für Callcenter Personal als Game Based Learning, das Standardsituationen behandelt, kann sehr effektiv und wirtschaftlich im Vergleich zu einem Präsenztraining sein.

Die Vermittlung von Softwarekenntnissen wie Excel, SAP, Word ist sicher in Präsenzseminaren oder kleineren Softwaresimulationen sinnvoller.

Und häufig muss das digitale Training mit Präsenztraining kombiniert werden, man spricht dann von “Blended Learning”.

Der Einsatz von elearning im Unternehmen ist nicht einfach das Umswitchen von Präsenztraining auf digitale Inhalte.  Damit eLearning zum Erfolg und zur versprochenen Effektivität und Wirtschaftlichkeit führen kann, benötigt es ein sorgfältig ausgearbeitetes, auf die Bedürfnisse der Trainees und des Unternehmens abgestimmtes Trainingskonzept.

Dieses Konzept steht als Trainingsbedarfsanalyse, die die Lehrziele unter Berücksichtigung einer Lehrmethode und deren Kosten betrachtet am Anfang aller Überlegungen.

Selbstverständlich kann jeder Inhalt digital als klassisches eLearning, als Erklärvideo, als interaktives PDF zur Verfügung gestellt werden, aber ist das auch wirtschaftlich?

Stellen sie sich folgendes Rechenbeispiel vor. Ein 5 minütiges Erklärvideo (wobei 5 Minuten  aus Lernersicht schon sehr lange ist) kostet in der Produktion je nach Machart zwischen 3000 und 5000 Euro.

Nicht eingeschlossen ist der Aufwand, den der Auftraggeber betreiben muss, um das Erklärvideo erfolgreich zu machen: Das Konzept muss abgestimmt und abgenommen werden,  die produzierten Medien müssen durchgesprochen und abgenommen werden, ggf. müssen Fachabteilungen eingebunden werden.

Hier kommt schnell ein Aufwand von 2 –5 Personentagen auf den Auftraggeber zu. Vergleichen wir, was das Erklärvideo real in 5 Minuten an Lerninhalten vermitteln kann, ist das herzlich wenig im Vergleich zu dem, was ein guter Businesstrainer rüberbringen kann.

Und bei einem angenommenen Stundensatz von 100 Euro kosten dessen 5 Minuten rund 8,30 Euro.

Ich will das Medium Erklärvideo nicht verteufeln, und natürlich auch nicht eLearning an sich. In einem Gesamtkonzept machen beide Medien durchaus Sinn und der finanzielle Einsatz kann sich oft lohnen.

Erklärvideos können bestimmte Inhalte sehr schnell, nachhaltig und einprägsam auf den Punkt bringen.

Aber Kosten und Nutzen müssen – wie bei jedem Ausbildungsmittel – sorgsam gegeneinander abgewogen werden.

Wenn man so über die Messen geht und das Angebot von Dienstleistern betrachtet und sich deren Argumentation anhört, muss man leider sagen, die Branche hat nichts gelernt.

Am Anfang jedes Verkaufsgespräch werden Sie jedenfalls von einem seriösen Anbieter gefragt, in welchem Kontext Sie Ihre digitale Trainingsmittel einsetzen wollen.

Und dann wird er Ihnen vorschlagen, eine Trainingsbedarfsanalyse durchzuführen.

So würde ich das jedenfalls machen.

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