Akzeptanz des Projektmanagement in IT Projekten
“Zitronenfalter falten keinen Zitronen und Projektmanager managen keine Projekte” ist einer der Lieblings”sprüche” eines ansonsten von mir sehr geschätzten Kollegen. Ganz im Ernst meint er das nicht, allerdings misst er diesem dem Spruch sicherlich mehr als nur ein gewisses Körnchen Wahrheit zu. Jedes Projekt benötigt einen Verantwortlichen, der die “Führungsaufgaben, -organisation, -techniken und -mittel(n) für die Abwicklung eines Projektes” (Din Norm 69901) übernimmt. Wenn es diesen Verantwortlichen nicht gibt, ist die Gefahr groß, dass das Projekt ungeplant bleibt, unwirtschaftlich wird, Termine nicht gehalten werden, der Kunde verärgert wird …
IT Projekte – vor allem im Multimedia Bereich . sind häufig komplex. Der zeitliche Ablauf der Arbeitspakete muss genau geplant werden, Fortschritt und Qualität müssen mit dem vertraglichen Vereinbarungen abgeglichen werden. Nach meiner Erfahrung haben die Verantwortlichen der Arbeitspakete vor allem im Sinn, ihre Arbeit fertigzustellen. Und zwar nach ihren Vorstelleungen, die nicht immer mit denen des Kunden deckungsgleich sein müssen.
Da kann es durchaus unterschiedliche Auffassungen von der Qualität der zu liefernden Software geben: Qualität ist das, was vertraglich vereinbart wurde und nicht unbedingt das, was als Vorstellung in den Köpfen der Projektbeteiligten vorherrscht. Da kommen überraschte Fragen in den Projektbesprechungen, wie: “Was, das soll ich auch noch programmieren?” oder es kommen Statements wie “Ich habe noch die Funktion x mit eingebaut, wir wollen ja ein qualitativ hochwertiges Produkt liefern …” Argumente, die der Projektmanager bringt, werden oftmals als “Projektmanagersicht” bezeichnet – ist der Projektmanager also kein Teil des Projekts? Diese Vorstellungenvon Projektmitgliedern zu durchbrechen vorzuleben, daß jedes Projekt einen “Kümmerer” braucht, um alle Projektbeteiligten zufrieden zu stellen, ist oftmals einer der vielen Schlüssel des Erfolges.
“Der Projektleiter ist die Schlüsselfigur im Projekt.., ,die für den Projekt(miss)erfolg geradezustehen hat.”[1]
[1] zitiert nach der DIN Norm 69901